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Rodrigo Martins - SV Lippstadt 08  (Herbstmeister)

 Einsätze Hinrunde 06/07

Wettbewerb

Spiele

Tore

Elfmeter

Torvorarbeit

Gelb

Rot

G/R

Ein.

Aus.

Spielmin.

ø Min. pro Tor

 

Oberliga Westfalen

16

8

0

8

2

0

0

2

8

1255

156

 

mannschaft

Pressebericht vom 19.01.2007
Martins verlässt den SV 08

Brasilianer wechselt zum SC Pfullendorf

LIPPSTADT
Das ist ganz bitter für den SV Lippstadt 08: Der 28-jährige Stürmer und Sympathieträger Rodrigo Cesar Martins wird den Oberliga-Herbstmeister verlassen und ab sofort für den Tabellenfünfzehnten der Regionalliga Süd, SC Pfullendorf, auf Torejagd gehen.

SV-Sportleiter Franz-Josef Günther schien gestern richtig deprimiert, als er diese Nachricht mitteilte und bedauerte den Schritt des Brasilianers sehr. „Das ist ein herber Verlust für uns. Aber als Rodrigo zu Saisonbeginn vom Bonner SC zu uns kam, hat er sich vertraglich zusichern lassen, dass er den SV Lippstadt 08 im Falle eines höherklassigen Angebotes wieder verlassen kann.

Im Juni letzten Jahres hat Rodrigo in Pfullendorf schon einmal ein Probetraining mitgemacht. Da waren wir dann schneller mit der Verpflichtung. Jedenfalls hat Pfullendorf Rodrigo weiter beobachtet und wollte ihn jetzt in die Regionalliga holen. Das passt uns allen nicht, doch so schnell kann sich das Blatt wenden“, erklärte Franz-Josef Günther.

Nach seinen Worten ist der SV Lippstadt 08 jetzt auf der Suche nach gleichwertigem Ersatz für Rodrigo Cesar Martins. Das wird bestimmt nicht leicht, denn in der Hinrunde hat er immerhin mit acht Toren die meisten Treffer für den Herbstmeister erzielt.

 

Quelle: Der Patriot, 19.01.2007

 

Pressebericht vom 15.01.2007
1:0 vor 1 200 Zuschauern

SV Lippstadt gewinnt Testspiel gegen den Zweitligisten SC Paderborn. Ivica Ivicevic erzielt Tor des Tages. Trainer Heinz Knüwe zufrieden

LIPPSTADT Holger Fach war bedient. Mit großen Schritten stapfte der neue Trainer des Zweitligisten SC Paderborn schnurstracks Richtung Kabine. Nach dem 0:0 gegen Arminia Bielefeld und dem 2:1 gegen den MSV Duisburg verloren die Bischofsstädter ausgerechnet den letzten Test vor dem Rückrundenstart mit 0:1 gegen den Oberligisten SV Lippstadt. Noch viel schlimmer aus seiner Sicht: Die Niederlage war keineswegs unverdient.

Das Tor des Tages vor 1 200 Zuschauern am Waldschlößchen erzielte Ivica Ivicevic nach Vorarbeit von Robert Mainka in der 48. Minute.War der SC Paderborn nun so schwach oder der SV Lippstadt so stark? Wohl von beidem etwas. Auf jeden Fall war ein Klassenunterschied nicht zu erkennen. Einige hundert Fans des SCP hatten sich beim ersten Auftritt 2007 ihrer Mannschaft auf westfälischem Boden auf den Weg nach Lippstadt gemacht und sorgten für Heimspielatmosphäre und lange Schlangen vor den Kassen.

Genutzt hat es wenig. Die Profis aus der Nachbarstadt waren in der ersten Halbzeit zwar meistens in Ballbesitz, echte Chancen besaßen sie allerdings kaum. Die ließ der SV Lippstadt nicht zu. Die Knüwe-Kicker überzeugten kämpferisch und setzten auch spielerisch hin und wieder Akzente. So hatten die Schwarz-Roten, die ohne den verletzten Tore Gersch antraten, auch die erste Möglichkeit.

Der Deutsch-Brasilianer Rodrigo Martins tauchte plötzlich frei im Strafraum auf, doch SC-Keeper Tom Starke parierte dessen Flachschuss.

Vier Minuten später pfiff Schiedsrichter Joerend Elfmeter, nachdem Jürgen Reckordt seinen Gegenspieler gelegt hatte. Schüßler lief an, Torhüter Milos Mandic hechtete in die Ecke und hielt großartig.

Direkt nach dem Wechsel hatte Paderborns Daniel Brinkmann das 0:1 auf dem Fuß, doch er verstolperte in aussichtsreicher Position. Das Tor des Tages fiel schließlich auf den anderen Seite: Nach schöner Vorarbeit von Robert Mainka und unter höflicher Mithilfe von Tom Starke staubte Ivica Ivicevic ab. Der Sieg des Oberliga-Herbstmeisters geriet danach nur noch einmal in Gefahr, aber der eingewechselte Dogan (85.) fand in Milos Mandic seinen Meister.

Kurz davor hätte Issa Issa nach einem haarsträubenden Fehler in der Paderborner Abwehr das 2:0 erzielen können. „Die Mannschaft hat sich im ersten Spiel des Jahres gut verkauft. Das war läuferisch und spielerisch in Ordnung“, meinte Heinz Knüwe nach Spielschluss. Derweil fragte sich Präsident Friedhelm Barczik: „Wie wollen diese Paderborner bloß gegen Braunschweig bestehen? Im nächsten Jahr spielen wir gegen die!“ Die eigenen Fans sahen es offenbar ähnlich und grölten: „2. Liga, keiner weiß warum...“

lüt

AUF EINEN BLICK
Testspiel SV Lippstadt - SC Paderborn 1:0 (0:0)

SV Lippstadt:
Mandic - Rasic (67. Schulte), Kruphölter (46. M. Dyballa), Reckordt, S. Dyballa, Ivicevic, Neumann, Issa, Mainka, Hustadt (67. Da Costa), Martins (67. Rössler)

SC Paderborn:
Starke - Fall, Brinkmann, Djurisic, Röttger (46. Dogan), De Graef, Bröcker (67. Esajas), Brouwers, Krösche (46. Fischer), Schüßler (67. Müller), Gouiffe a Goufan

Tor: 1:0 (48.) Ivicevic
Besondere Vorkommnisse: Mandic hält einen Foulelfmeter von Schüßler (30.)
Zuschauer: 1 200
Schiedsrichter: Joerend


 

0:1 bei der Generalprobe

Schüßler vergibt Elfmeter beim SV Lippstadt 08

Ergebnismäßig ist die Generalprobe für die Rückrunde in der 2. Liga misslungen. Mit 0:1 unterlag der SCP beim Oberligisten SV Lippstadt 08 durch ein Kopfballtor von Ivica Ivecevic in der 48. Minute. Im ersten Durchgang hätten die Paderborner auf unebenem Rasen mehrfach in Führung gehen können. Benjamin Schüßler (Foto) vergab in der 26. Minute einen Elfmeter nach Foul an Daniel Brinkmann.

Mit optischer Überlegenheit startete der SCP bei strahlendem Sonnenschein in das Spiel im Lippstädter Waldschlösschen. Eine Flanke von Garry de Graef köpfte Timo Röttger in der fünften Minute über das Tor. Drei Minuten später scheiterte Daniel Brinkmann mit einem Rechtsschuss am glänzend aufgelegten Lippstädter Torwart Milos Mandic. In der 20. Minute verpasste Thomas Bröker eine Flanke von Timo Röttger.

Auf der Gegenseite musste SCP-Keeper Tom Starke nur einmal eingreifen. Heim-Kapitän Patrick Neumann erlief einen zu kurzen Pass von Benjamin Schüßler, passte auf Rodrigo Cesar Martins, der Starke mit einem Linksschuss zu einer tollen Parade zwang.

Drei Minuten später hätte die Führung für den SCP fallen müssen. Jürgen Reckordt foulte Daniel Brinkmann im Strafraum, Schiedsrichter Thorsten Joerend zeigte auf den Punkt. Doch den zu schwach geschossenen Elfmeter von Benny Schüßler konnte Mandic aus dem linken Toreck fischen und sogar festhalten.

Danach gelang den Paderbornern nicht mehr fiel, immer wieder unterbrach der holprige Untergrund den Spielfluss. Auch im zweiten Durchgang sollte es nicht viel besser werden. Nachdem Brinkmann in der 46. Minute eine Top-Chance vergab, schlugen die Lippstädter zu. Einen Linksschuss von Issa Issa lenkte Tom Starke an die Latte, den Abpraller lenkte der aufgerückte Ivecevic mit einem Flugkopfball aus kurzer Distanz ins Paderborner Netz.

Ein Lichtblick im Spiel der Paderborner, denen die Zielstrebigkeit und Durchschlagskraft in der Offensive fehlten, war Neuzugang Karsten Fischer, der mit klugen Pässen seine Mitspieler einsetzte. Aber im Angriff agierte der SCP zu umständlich, auch die Einwechslungen von Kapitän René Müller und Dion Esajas in der 68. Minute brachten nicht die erhoffte Tor-Wirkung.

SCP: Starke, Fall, Djurisic, Brouwers, de Graef, Krösche (46. Fischer), Gouiffe à Goufan, Schüßler (68. Esajas), Brinkmann, Bröker (68. Müller), Röttger (46. Dogan).

Erstellt am: 14.01.2007
Autor: Matthias Hack

 

Pressebericht vom 23.12.2006
Weihnachten mit reichlich Sonne, aber ohne Grünkohl

Rodrigo Cesar Martins verbringt die Festtage in seiner Heimat Brasilien. Stürmer-Star des SV Lippstadt verspricht, pünktlich zum Training zurück zu sein.

Weihnachten bei blauem Himmel, 28 Grad und ein wenig Straßenfußball mit den besten Kumpels. Warum eigentlich nicht? Klingt nach einer schönen Bescherung. Das ist es auch für Rodrigo Cesar Martins. Der 28-jährige Brasilianer vom SV Lippstadt verbringt die Feiertage mit seiner Familie in der Nähe von Sao Paulo. „Natürlich haben wir zu Hause einen Tannenbaum und Geschenke gibt es auch“, grinst der torgefährliche Stürmer. Ein Traditionsfest genau wie in Deutschland? „Im Prinzip schon“, erklärt er voller Vorfreude, „allerdings feiern bei uns alle mit. Die Eltern, Geschwister, Verwandte, Freunde, Bekannte und Nachbarn - und das eine ganze Woche lang!“ Also doch ein Hauch von Karneval. Das passt zur Copacabana-Stimmung und zur puren südamerikanischen Lebensfreude, so wie man es sich im kalten Europa vorstellt. Am Mittwoch flog Rodrigo Martins von Frankfurt aus in seine Heimat. Hinter ihm liegt eine unglaublich erfolgreiche Hinrunde mit dem SV Lippstadt in der Oberliga Westfalen, vor ihm knapp zwei Wochen Urlaub in Brasilien, mit allen Menschen, die ihm lieb sind. An erster Stelle seine Eltern und seine beiden Brüder.

Auch Marcio Amoroso dos Santos wird dort sein. Der einstige Weltklasse-Profi ist der Cousin des Lippstädter Kickers und holte diesen einst nach Deutschland. „Amoroso“, da wird den leidgeprüften BVB-Fans warm ums weihnachtliche Herz. Deutscher Meister 2002 und Torschützenkönig in der Bundesliga. Das waren noch Zeiten im alt-ehrwürdigen Westfalenstadion. Vergessen die 50 Millionen DM Ablöse, die der Star einst kostete. Heute ist der 32-Jährige für Corinthians Sao Paulo am Ball.
Ob er es noch drauf hat? Rodrigo Martins wird es im Familienduell herausfinden. „Wir spielen zu Hause immer Fußball. Zwei Tore auf der Straße und es geht los“, beruhigt der Wahl-Lippstädter seinen Trainer Heinz Knüwe. Der 28-Jährige ist der erste Brasilianer im Trikot des SV 08. Ob er pünktlich zum Trainingsauftakt am 4. Januar zurück ist? „Ich werde da sein“, verspricht Martins am Telefon.
Denn Fußball ist seine Leidenschaft. Nie wollte er etwas anderes machen. Wenn irgendwo das runde Leder rollte, war Rodrigo mittendrin. Als Steppke dribbelte er sich durch alle Jugendmannschaften seines Vorort-Clubs Ponte Preta. So wie Denilson wollte er auch sein. Schnell und trickreich. Der Verteidiger wurde 2002 mit der Selesao Weltmeister und verdient sein Geld aktuell beim französischen Erstligisten Girondins Bordeaux.

Rodrigo Martins verschlug es zunächst nach Südkorea. Bei einem Turnier in Sao Paulo fiel sein Talent einem asiatischen Trainer auf. Also wechselte das 1,75 Meter große Leichtgewicht zu den Dragons ins Land des Lächelns. „Das war sehr schwierig. Allein in Korea, das Essen und die Sprache. Ich habe mich nicht wohl gefühlt“, erinnert sich der 28-Jährige. Gut, dass da noch der Cousin im Spiel war. Mit Hilfe von Amoroso kam Rodrigo Martins schließlich nach Dortmund. Wieder ein fremdes Land, erneut musste er erst lernen sich zu verständigen. Doch der Linksfuß nahm die Herausforderung an, trainierte mit der Reserve des BVB und fand später beim Bonner SC eine neue fußballerische Heimat. Dort stieg der Brasilianer schnell zum Publikumsliebling auf, obwohl er mit einer Schultereckgelenksprengung lange verletzt war. Aber ein Tor gegen Bayern München -und Rodrigo Martins stand ganz oben in der Gunst der Fans. Dazu kam seine ansteckend lockere Art. Bis das Geld beim Oberligisten knapp wurde. „Es gab Probleme“, bereitete sich der Südamerikaner, der auch einen deutschen Pass besitzt, auf den nächsten Umzug vor. Vom Rhein gings an die Lippe. Genau so, wie es zuvor das SV-Urgestein Daniel Farke gemacht hatte.

„Gott sei Dank bin ich jetzt in Lippstadt“, hat Martins seine Entscheidung nicht bereut, „die tollen Fans, der Trainer, die Mannschaftskollegen und das Präsidium, ich bin sehr zufrieden!“ Der torgefährliche Brasilianer, der mit seiner Frau in Dortmund wohnt und mit dem Essener Issa Issa eine Trainings-Fahrgemeinschaft bildet, scheint endlich angekommen zu sein. Er fühlt sich wohl am Waldschlößchen. In 16 Meisterschaftsspielen hat der Stürmer acht Tore erzielt und achtmal die Vorarbeit dazu geleistet. Für die Rückrunde verspricht er den Anhängern des SV Lippstadt noch mehr Treffer. „Wir wollen unbedingt Meister werden und in die Regionalliga aufsteigen. Wir können es schaffen“, ist er von der erstklassigen Qualität der Mannschaft felsenfest überzeugt.
Rodrigo Martins besitzt einen Vertrag bis Sommer 2007. Wenn es nach ihm ginge, hätte er schon längst verlängert. Und danach? Bis 35 möchte er noch spielen und anschließend als Trainer einer Jugendmannschaft arbeiten. Ob in Deutschland oder woanders, wer weiß das schon beim weitgereisten Brasilianer?

Vielleicht bleibt er ja in Dortmund, denn Rodrigo Martins ist längst auf den Geschmack gekommen. „Ich gehe unheimlich gern auf den Weihnachtsmarkt und esse diesen leckeren Grünkohl“, gesteht der Ballzauberer vom Zuckerhut. Kritische Nachfragen weist er sofort zurück. „Ich bin eh zu dünn!“ Das können nach den Feiertagen nicht alle von sich behaupten.

Quelle: Der Patriot

 

Pressebericht vom 18.12.2006
Der SV Lippstadt 08 ist nach einer fantastischen Hinrunde Oberliga-Herbstmeister

Schade, es hat nicht sollen sein: Co-Trainer Ralf Lietz, Präsident Friedhelm Barczik, Betreuer Daniel Craes und Trainer Heinz Knüwe (v.l.) hatten am Freitag soeben das 3:0 für Preußen Münster miterlebt (1.Foto) und schauen ebenso frustriert drein wie die Rodrigo Martins und Daniel Da Costa (Foto r.). Doch für die Spieler, Trainer und Fans des SV Lippstadt 08 besteht überhaupt keine Veranlassung, die Köpfe hängen zu lassen.

Ganz im Gegenteil: Die SVler haben eine fantastische Hinrunde gespielt und sind Herbstmeister. „Was die Mannschaft geleistet hat, davor kann man nur den Hut ziehen“, lobte Heinz Knüwe noch am Freitagabend seine Spieler. Der SC Verl hat nach dem gestrigen 1:0-Sieg gegen Emsdetten zwar ebenfalls 37 Punkte, dafür haben die Schwarz/Roten aber ein Tor mehr geschossen.

Quelle: Der Patriot

 

SV Lippstadt bangt nach 0:3 in Münster um Herbst-Titel


Knüwe-Kicker erhalten nach der Pause Lehrstunde in der Studentenstadt. Jürgen Reckordt sieht Gelb/Rot. Hektische Schlussphase mit Platzverweisen

LIPPSTADT Im letzten Spiel des Jahres verlor der SV Lippstadt gestern Abend vor 4 200 Zuschauern mit 0:3 bei Preußen Münster und muss nun um die Herbstmeisterschaft bangen. Wenn der SC Verl sein Heimspiel gegen den SV Emsdetten mit zwei Toren Unterschied gewinnt, wäre der Spitzenreiter vom Waldschlößchen entthront. Die Schützlinge von Trainer Heinz Knüwe erhielten in der Studentenstadt in der zweiten Halbzeit eine Lehrstunde. Zum ersten Mal seit dem 10. September verließen die Schwarz-Roten den Platz wieder als Verlierer. In dieser Zeit blieben sie elfmal ungeschlagen. Jürgen Reckordt erlebte den Abpfiff in Münster nicht mehr auf dem Rasen. In der 64. Minute musste der Routinier nach einem groben Foul mit Gelb/Rot in die Kabine. Oberliga Westfalen Preußen Münster - SV Lippstadt 3:0 (1:0)Der Dritte gegen den Ersten, 4 200 Zuschauer, Kampf um die Herbstmeisterschaft unter Flutlicht – eigentlich stimmten die Vorzeichen für ein echtes Gipfeltreffen. Allerdings spielten die Akteure zumindest in der ersten Halbzeit nicht mit. Statt Klasse-Kombinationen gab es Fouls und Freistöße en masse.
In einer eher schwachen Partie gingen die Preußen aggressiver zu Werke. Sie gewannen mehr Zweikämpfe, waren vor dem Lippstädter Tor aber weitgehend ungefährlich. Der SV verzeichnete zwei Torschüsse durch Marc Dyballa (20.) nach einem Eckball und Robert Mainka (44.) genau in die Arme des Münsteraner Keepers Joswig. Ansonsten neutralisierten sich beide Mannschaften.
Trotzdem stand es zur Pause 1:0. Nach einem Foul von Tore Gersch legte sich Lars Kampf den Ball zurecht und zirkelte ihn aus 20 Metern ins Lippstädter Gehäuse – unter freundlicher Mithilfe von Milos Mandic. Der junge SV-Torhüter, in den vergangenen Wochen in einer bestechenden Form, ließ den ansich harmlosen Schuss unter sich hindurchrutschen.
Letztlich war dieser Fehlgriff der Anfang vom Ende. Die Platzherren kamen wie verwandelt aus der Kabine und spielten den Tabellenführer nun phasenweise an die Wand. Ein Pass von links genügte, um die komplette SV-Abwehr auszuhebeln, eine Drehung, ein Schlenzer von Sowislo und es hieß 2:0 (49.). Spätestens jetzt hatten die Preußen alles im Griff, während sich die Lippstädter ihrem Schicksal ergaben. In der 53. Minute verzog Piorunek noch knapp, vier Minuten später erhöhte Mayer auf 3:0. Eine Flanke von Caspers versenkte der SCP-Stürmer mit dem Kopf. Danach hatte Münster mehrfach das 4:0 oder gar das 5:0 auf dem Fuß. Für die Gäste ging es dagegen nur noch um Schadensbegrenzung. Preußen-Kapitän Matlik (78.) sah Rot, nachdem er Martins im Strafraum gehalten hatte. Zuvor hatte sich Jürgen Reckordt verabschiedet. Letztlich wurde auch noch SCP-Trainer Kreß aus dem Innenraum verwiesen, als er wild gestikulierend einen Elfmeter forderte. In diesem Getümmel soll der ausgewechselte Kampf zudem die Rote Karte erhalten haben.
Preußen Münster:
Joswig - Caspers, Talarek, Matlik, Siedschlag, Kampf (80. Thamm), Seggewiß, Toku, Piorunek (90. Wersching), Mayer (70. Gurzynski), Sowislo
SV Lippstadt:
Mandic - Rasic (82. da Costa) Ivicevic, S. Dyballa, Gersch, Reckordt, Hustadt, M. Dyballa (70. Schulte), Issa, Mainka, Martins
Rote Karte:
Matlik (78.)
Gelb/Rot:
Reckordt (64.)
Gelbe Karten:
Mayer, Toku - Martins, Gersch
Tore:
1:0 (31.)

Kampf, 2:0 (49.) Sowislo, 3:0 (57.) Mayer
Zuschauer:
4 200
Schiedsrichter:
Pier (Lüdinghausen)
 

Quelle: DER PATRIOT, 04.12.2006

 

Zipfelmützen-Samba

Der SV Lippstadt 08 setzte gestern mit einem souveränen 2:0-Erfolg gegen den Tabellenletzten VfB Hüls das i-Tüpfelchen auf eine makellose Heimbilanz, die kein anderer Verein der Oberliga Westfalen vorweisen kann. Acht Spiele hatte die Mannschaft von Trainer Heinz Knüwe in der Hinrunde vor heimischer Kulisse – alle acht Begegnungen wurden gewonnen. Und so feierten die treuen Fans – die meisten von ihnen hatten gestern Nikolaus-Zipfelmützen auf dem Kopf – ihre Mannschaft noch lange nach Spielende.

Da gab es nur noch ein Thema, das da Preußen Münster hieß. Denn hier gastieren die SVler am kommenden Freitag. „Die hauen wir auch noch weg. Dann sind wir endgültig Herbstmeister“, waren sich die Fans einig. „Wir hatten in den vergangenen Tagen eine solch immense Nachfrage zu diesem Spiel, dass der Verein sich spontan entschlossen hat, zwei zusätzliche Reisebusse einzusetzen“, so Präsident Friedhelm Barczik. „Dank der privaten Unterstützung von Vize-Präsident Simon Brenzinger können uns nun noch mehr Zuschauer und Freunde des SV 08 für vier Euro nach Münster begleiten“, ergänzte Barczik. Weitere Infos unter (01 71) 2 28 10 24 oder per E-Mail unter office@svlippstadt08.de bei Geschäftsstellenleiter Daniel Craes.

Der Spitzenreiter hatte in den ersten 30 Minuten einige Probleme und kam nur schwer ins Spiel. Das Fehlen des gesperrten Kapitäns Pepe Neumann machte sich doch arg bemerkbar, denn aus dem Mittelfeld heraus kamen gegen die stürmisch beginnenden Hülser nur wenige Impulse. Erst mit dem 1:0 durch Tore Gersch nach super Vorarbeit von Dennis Hustadt, der sich einen aussichtslos erscheinenden Ball noch an der Torauslinie erkämpfte und in den Strafraum flankte, wurden die SVler besser. Allerdings hätte Kluy nur wenige Sekunden nach dem 1:0 den Ausgleich markieren können, als er aus fast unmöglichem Winkel den Pfosten traf. Dann wehrte SV-Keeper Milos Mandic mit einem Wahnsinns-Reflex einen Schuß von Olschewski ab (40.). Und die Gäste ärgerten sich noch mehr, als Martins nur zwei Minuten später nach einer butterweichen Flanke von Gersch das 2:0 markierte.
Da holten der Torschütze und Issa Issa ihre Kopfbedeckungen unterm Trikot hervor und tanzten vor total begeisterten Zuschauern den Zipfelmützen-Samba.
Als Mandic dann noch einen Elfmeter von Beckmann parierte (47.), schaukelte der SV 08 die Führung sicher und souverän nach Hause. „Wenn sich die Mannschaft weiter so verkauft, dann wird das auch am Freitag in Münster klappen“, freute sich Trainer Knüwe.

Quelle: DER PATRIOT, 11.12.2006

 

In Unterzahl wie aufgedreht

Der SV Lippstadt lässt sich derzeit von nichts und niemandem aufhalten: In einem verrückten Spiel stürmten die Knüwe-Kicker auch das Schloss Strünkede und gewannen die Top-Begegnung bei Westfalia Herne mit 3:1. Allein die drei Punkte sind ein Erfolg, aber dass die Gäste die Partie scheinbar mühelos in Unterzahl wendeten, verdient allergrößten Respekt. Als Issa Issa in der 65. Minute Gelb/Rot sah, stand es noch 1:1.

Danach zündeten die SVler den Turbo und drückten die Westfalia regelrecht an die Wand. Da zudem die Konkurrenz Federn ließ, beträgt der Vorsprung des Tabellenführers jetzt drei Zähler. Einziger Wermutstropfen war die Rote Karte für Kapitän Patrick Neumann, der nach dem Abpfiff einen Herner geschubst haben soll. Dieses Match war nichts für schwache Nerven. Vier Tore zwei Platzverweise, eine dezimierte, aber drückend überlegene Lippstädter Mannschaft, das alles konnte Hernes Trainer Frank Schulz offenbar nicht wegstecken. Wild fluchend musste der Ex-Profi die letzten Minuten auf der Tribüne verbringen. Das passte ins Bild eines hektischen Duells.

Unterstützt vom heftigen Rückenwind stürmte zunächst die Westfalia nach vorn und ging in der 12. Minute verdient durch einen Kopfball von El-Nounou in Führung. Herne agierte schnell und schnörkellos. Mit hohen Bällen und auf dem glitschigen Boden gefährlichen Distanzschüssen suchten sie den Erfolg. Aber Lippstadts Torhüter Milos Mandic verhinderte einen höheren Rückstand. Von den Gästen war vor der Pause wenig zu sehen, das änderte sich aber nachhaltig. Offenbar hatten die Platzherren ein zu hohes Tempo vorgelegt und mussten dafür letztlich Tribut zollen. Jetzt hatten die Schwarz-Roten den Wind als zusätzlichen Anschub. In der 54. Minute versuchte es Issa Issa mit einem spektakulären Fallrückzieher und scheiterte knapp.
Kurz danach hieß es 1:1, als der Libanese eine Freistoß aus 25 Metern an Freund und Feind vorbei ins Netz zirkelte. Dann verabschiedete er sich mit Gelb/Rot, als er gegen Barton voll drauf hielt.
Das störte den Spitzenreiter jedoch wenig. Lippstadt gab Vollgas, wollte unbedingt den Sieg. Mit einem Schuss fast von der Eckfahne erzielte der starke Dennis Hustadt unter freundlicher Mithilfe von Hernes Keeper Bautz das 1:2. Der Torhüter war nun völlig verunsichert und sein ganzes Team von der Rolle. Dagegen agierten die SVler nach Lust und Laune. Erst verfehlte Ivicevic aus fünf Metern, dann Martins aus drei. Das längst fällige 1:3 markierte schließlich Ivica Ivicevic in der 77. Minute.
Zu diesem Zeitpunkt verließen die meisten Herner Fans enttäuscht das Stadion und Trainer Schulz landete auf der Tribüne. Milos Mandic durfte sich zwar bei einem Kopfball noch einmal auszeichnen, aber am Sieg des alten und neuen Tabellenführers gab es nichts mehr zu rütteln.

Quelle: DER PATRIOT, 04.12.2006

 

Pressebericht vom 23.11.2006
Fair und vorne

Der SV Lippstadt 08 ist die Überraschungsmannschaft der Liga. Platz eins vor den hochgehandelten Teams aus Münster und Verl. Und das alles ohne Rote oder Gelb-Rote Karten

Keine Frage, die absolute Überraschungsmannschaft der Fußball-Oberliga ist der SV Lippstadt 08. Nicht die designierten Aufstiegskandidaten SC Preußen Münster oder SC Verl rangieren nach den ersten 14 Saisonspieltagen an der Spitze, sondern eben dieser Abstiegskandidat aus der vergangenen Saison. Und zumindest Münster oder Verl können die Mannschaft auf am 15. Spieltag nicht ein- oder gar überholen. Diese Chance könnte sich allenfalls Arminia Bielefeld II bieten.

Was die Lippstädter auch selbst ein wenig überrascht. Das Saisonziel war ganz vorsichtig mit einem Platz zwischen den Rängen zehn und 14 formuliert worden. Was nicht von ungefähr kommt: Schließlich galt das Team von Trainer Horst Knüwe in der vergangenen Saison lange als Abstiegskandidat Nummer eins, konnte sich erst auf der Zielgeraden dank just in dieser Phase entwickelter Heimstärke in Sicherheit bringen.

Vermessen allerdings ist man in Lippstadt nicht. Und deshalb wird die aktuelle Bilanz mit 31 Punkten auch ganz besonders genossen. Zumal das Team ein ganz besonderes Saisonziel schon jetzt realisiert hat. "Die Anzahl der Gegentore in der vergangenen Saison war einfach zu hoch. Deswegen werden wir in der Abwehr Veränderungen vornehmen, ohne aber die offensive Ausrichtung zu ändern", hatte Knüwe vor dem Saisonstart eine klare Devise ausgegeben. Sie hat ganz offensichtlich gefruchtet. Die Abwehr, die in der vergangenen Saison noch 65 Gegentore hinnehmen musse, ist mit bislang zwölf nach Münster (11) die stabilste der Liga. Zudem präsentiert sich die Angriffsreihe als durchaus torhungrig, ist mit 27 Toren die nach Bielefeld die bisher erfolgreichste. Dabei hat man in Lippstadt keinen Hang zu spektakulären Verpflichtungen entwickelt. Zum Saisonende trennte sich der Verein von zehn Spielern, nur sechs wurden geholt - die allerdings auch ganz gezielt.

Was bemerkenswert ist: Die heimstarke Mannschaft, die am Waldschlösschen in sieben Spielen alle 21 möglichen Punkte einfuhr, hat ihre Erfolge mit bemerkenswerter Fairness unter Dach und Fach gebracht. Nicht nur sportlich, sondern auch in der Fairnesswertung liegt sie an der Spitze, wurde bislang weder mit Gelb-Rot oder Rot bedacht.

Von Jürgen Seyb

Quelle: WAZ online vom 23.11.2006

 

Pressebericht vom 16.11.2006
Lippstadt: Höhenflug bis auf Platz eins

Knüwe lobt den Mannschaftsgeist.

Wer hätte vor Saisonbeginn gedacht, dass der SV Lippstadt 08 nach 13 Spieltagen auch vor den hochgelobten Favoriten Münster oder Verl an der Spitze stehen würde? Wohl keiner. Denn in den vergangenen zwei Jahren konnten die Schwarz-Roten erst am letzten bzw. vorletzten Spieltag den drohenden Abstieg verhindern.

Mitentscheidend für den Höhenflug ist sicherlich die gelungene Einkaufspolitik von Trainer Heinz Knüwe und Sportleiter Franz-Josef Günther. Spieler mit individueller Klasse wie Mainka, Martins, Gersch und Rasic konnten sehr gut integriert werden, auch trumpfen einige Spieler im Vergleich zum Vorjahr viel selbstbewusster und stärker auf. Zudem blieb das Team bislang von größeren Verletzungen oder Rotsperren verschont.

Der ehemalige Profi Knüwe lobt immer wieder das geschlossene Auftreten des gesamten Teams und meint: "Jedem Spieler ist klar, wo er seine Stärken hat. Bringt er diese ein, gekoppelt mit dem nötigen Selbstvertrauen, dann ist als Mannschaft einiges möglich." Am Freitag will der SV 08 gegen RW Ahlen im siebten Heimspiel den siebten Sieg feiern.

Heinz Nienaber

Quelle: kicker Sportmagazin, 46. Woche / Nr. 93, 16. November 2006

Martins köpft SV ins Glück

Delbrück ist eine Karnevalshochburg: Kein Wunder, dass die bunt kostümierten Jecken gestern in den abgesperrten Straßen der Innenstart die Sessions-Eröffnung feierten. Aber die richtige Fete stieg ein paar hundert Meter Luftlinie entfernt im Stadion Laumeskamp: Dort hatte der SV Lippstadt soeben den Nachbarn mit 1:0 besiegt und damit die Tabellenführung übernommen.

„Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey, hey“, jubelten die vielen mitgereisten Fans. Das „Tor zum Thron“ erzielte Rodrigo Martins in der 85. Minute. Dabei setzte er SCD-Keeper Marco Thiel das Pappnäschen auf, denn dem unterlief ein haarsträubender Fehler. Im Vergleich zum Verl-Spiel schickte Trainer Heinz Knüwe diesmal Jürgen Reckordt anstelle von Philipp Rössler auf der linken Mittelfeldseite ins Rennen. Der Routinier erledigte seine Aufgabe gewohnt zuverlässig. Dennoch entwickelte sich in der ersten Halbzeit vor 1 080 Zuschauern ein eher verhaltenes Nachbarduell ohne große Aufreger. Die beste Chance hatten die Gastgeber, doch die Lippstädter Abwehr kratzte einen Kopfball von Capretti gerade noch von der Linie. Auf der Gegenseite kam Tore Gersch nach einem Eckball einen Schritt zu spät.

Zur Pause deutete alles auf ein unspektakuläres 0:0-Spiel hin. Nach einer Ansprache von Heinz Knüwe starteten die Schwarz-Roten dann aber entschlossener in den zweiten Abschnitt. Jetzt setzten die Gäste selbst die Akzente und erarbeiteten sich zwangsläufig gute Möglichkeiten. In der 55. Minute zwang Ivica Ivicevic Torhüter Thiel mit einem 22-Meter-Freistoß zu einer Glanzparade, 60 Sekunden später war der Keeper erneut zur Stelle, als Dennis Hustadt aus kurzer Entfernung abzog. Aufregung auch in der 68. Minute, als Robert Mainka nach einem Laufduell im Strafraum fiel. Die Lippstädter Bank forderte vehement Elfmeter. Schiedsrichter Waldemar Stor wertete die Situation jedoch anders.

In dieser Phase wurden die Platzherren praktisch in die eigene Hälfte gedrängt. Aber in der 81. und 83. Minute meldeten sie sich mit einem Kopfball von Hansjürgen und einem Distanzschuss von Cirivello zurück. Dann die Entscheidung: Einen harmlosen Flankenball von Issa Issa ließ Marco Thiel fallen, die Kugel tropfte auf die Schulter eines Delbrücker Verteidigers und von dort auf den Kopf von Rodrigo Martins, der dankend zum 1:0 einnickte. Issa Issa vergab noch das sichere 2:0. Der Torwart war schon ausgespielt, aber das Leder landete nicht im Kasten.
Egal, jetzt feierten die Lippstädter Karneval – als neuer Spitzenreiter.

Quelle: DER PATRIOT, 13.11.2006

 

 

Hut ab vor dem Knüwe-Team

Langsam wird die Serie des SV Lippstadt 08 unheimlich. Aber wie gut die Mannen von Trainer Heinz Knüwe derzeit drauf sind, das bekam gestern auch der hochgelobte Oberliga-Spitzenreiter SC Verl zu spüren. In einem begeisternden Spiel vor etwa 2 000 Zuschauern gewannen die Schwarz/Roten am Ende total verdient mit 3:1.

Das war der sechste Heimsieg in Folge, während der Tabellenführer die erste Auswärtsniederlage hinnehmen musste. Jetzt steht der SV Lippstadt schon auf dem dritten Platz. Und die Fans bekamen gestern ein Klasse-Spiel zu sehen, in dem der SV Lippstadt 08 über weite Strecken das Geschehen beherrschte und auch die Chancen verwertete. Trainer Heinz Knüwe zollte nach der Partie der gesamten Mannschaft für ihren tollen Einsatz ein dickes Lob, hob dabei aber besonders Torwart Milos Mandic hervor. Der 21-jährige Keeper war gestern nicht nur in der Verler Drangphase der große Rückhalt seiner Mannschaft. Einfach super, wie reaktionsschnell und sicher Milos Mandic auch die besten Verler Chancen zunichte machte.

Wegen des großen Andrangs vor den Kassenhäuschen begann das Spiel mit zehnminütiger Verspätung. Und kaum hatten es sich die vielen Zuschauer gemütlich gemacht, da stand es auch schon 1:0 (6.). Martins hatte Mainka bedient und der setzte sich gegen zwei Verler durch. Und weil es so schön war, ließ Martins schon sieben Minuten später nach einem Verler Abwehrfehler das 2:0 folgen (13.).
Beeindruckend war vor allem, mit welchem Biss und Einsatzfreude die SVler den Erfolg suchten. Sie waren viel aggressiver als Verl und wahrscheinlich auch deshalb kam der Tabellenführer zunächst überhaupt nicht ins Spiel. Und als Dayangan oder Amaral mal in den SV-Strafraum gekommen waren, stand da ja noch Milos Mandic und wehrte diese Chancen ab.
Aber gegen Ende der ersten und zu Beginn der zweiten Halbzeit machte der SV Verl ordentlich Dampf. Nach dem 2:1 (50.) durch Dayangan hätten Uilacan mit einem Gewaltschuss, Cimar aus kurzer Distanz per Kopf, Belombo aus drei Metern oder Oezkara ebenfalls per Kopf den Ausgleich erzielen können. Aber in all diesen Szenen war Torwart Mandic mit Wahnsinns-Reflexen oder tollen Paraden am Ball.

Die SVler hingegen blieben ruhig, spielten clever und selbstbewusst weiter und warteten auf ihre Chancen. Eine davon nutzte Issa zum 3:1 (78.). Beck spielte ihm das Leder in die Füße, Torwart Kalintas stand an der Strafraumgrenze und Issa sagte Danke.

Das machten die Zuschauer dann auch, denn der SV hatte klasse gespielt.

Quelle: DER PATRIOT, 06.11.2006

Pressebericht vom 06.11.2006
Mainka und Martins stellen Weiche


Spätestens nach dem gestrigen, total verdienten, Sieg gegen den Tabellenführer SC Verl muss der SV Lippstadt zu den Spitzenteams der Oberliga gezählt werden. Die Mannschaft von Trainer Heinz Knüwe spielte Fußball mit Herz, kämpfte engagiert um jeden Ball und bestimmte über weite Strecken das Geschehen.

Beflügelt wurden die Platzherren durch zwei schnelle Tore von Mainka und Martins. Erst gegen Ende der ersten und zu Beginn der zweiten Halbzeit machten die Gäste mächtig Druck und kamen durch Dayangan zum Anschlusstreffer. Issa machte dann nach einem groben Fehler von Beck alles klar. Ein Sonderlob verdiente sich Torwart Mandic, der die Verler mit Super-Paraden schier zur Verschweiflung brachte.

Quelle: kicker Sportmagazin, 06.11.2006

 

 

SV kämpft Bochum nieder

Als Schiedsrichter Heinz Zinken gestern nach 99 (!) Minuten das Oberliga-Meisterschaftsspiel auf dem Nebenplatz des Bochumer Ruhrstadions abpfiff, da lagen sich alle Beteiligten des SV Lippstadt 08 überglücklich in den Armen und strahlten mit Trainer Heinz Knüwe um die Wette. Denn zum Schluss wurde es noch einmal eng für die Gäste, die bereits in der fünften Minute nach einem herrlichen Treffer durch Mannschaftskapitän Pepe Neumann in Führung gegangen waren und diesen Vorsprung auch nicht mehr abgaben.

Klasse war vor allem, wie aggressiv und kämpferisch die SVler zu Werke gingen, wie sich einer für den anderen einsetze und dabei auch bis an die Leistungsgrenze ging. „Der gesamten Mannschaft gebührt ein ganz großes Kompliment“, freute sich Heinz Knüwe über die tadellose Einstellung seiner Mannen. Jetzt können die SVler am nächsten Sonntag mit breiter Brust in das Heimspiel gegen den neuen Tabellenführer SC Verl gehen. Da wird das Waldschlößchen bestimmt voll. Schade nur, dass sich gestern Marc Dyballa in der 49. Minute eine schwere Verletzung zuzog. Nach einem Kopfballduell in Höhe der Mittellinie prallte der SVler so unglücklich mit Rücken und Hüfte auf den Boden, so dass er nicht mehr weitermachen konnte und ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Die SVler waren gestern von Beginn an heiß, das war ihnen deutlich anzumerken. Doch die erste gute Chance hatte Bochum, als Kratofiel in der 4. Minute per Kopfball den Pfosten traf. Aber schon im Gegenzug fiel das 1:0 für den SV Lippstadt 08. Martins flankte von links in den Strafraum, Mainka zeigte Übersicht, ließ den Ball von der Brust auf Neumann abprallen, der schaute kurz und schoß total überlegt ein. Ein super Tor.

In der Folgezeit entwickelte sich ein schnelles und flottes Spiel, in dem die SVler wohl die besseren Spielanteile, Bochum aber mit ihren flinken Angreifern gute Konterchancen hatte. Aber der ansonsten gefährliche Hille sah gegen Sven Dyballa kein Land und überhaupt stand die Abwehr des SV 08 sehr kompakt. Issa Issa und Mainka hätten die Führung ausbauen können, dafür hatten die SVler bei einem Freistoß von Lyttek Riesenglück, denn der Ball prallte von der Latte an den Pfosten und von da aus ins Feld zurück (43.) .
Nach der Pause drängten die Bochumer natürlich stark auf den Ausgleich, aber was die Abwehr nicht klären konnte, meisterte Keeper Mandic in großartiger Manier. Und Rössler oder Mainka hätten sogar noch das 2:0 machen können.

Quelle: DER PATRIOT, 30.10.2006

 

Nach Martins' Doppelschlag geht SpVg Emsdetten k.o.


Gestern Abend: 550 Zuschauer am Waldschlößchen sehen sicheren 4:1-Erfolg. Fünfter Sieg im fünften Spiel: SV Lippstadt bleibt zu Hause eine Macht

LIPPSTADT Der SV Lippstadt bleibt zu Hause eine Macht: Vor 550 Zuschauern feierten die Knüwe-Kicker gestern Abend einen ungefährdeten 4:1-Erfolg gegen die SpVg Emsdetten 05. Es war der fünfte Sieg im fünften Heimspiel. Außerdem sind die Schwarz-Roten seit nunmehr fünf Begegnungen ungeschlagen in der Oberliga Westfalen und kletterten zumindest vorübergehend auf den vierten Tabellenplatz. Umjubelter Spieler am Waldschlößchen war der 28-jährige Brasilianer Rodrigo Martins, der den Gästen mit einem Doppelschlag in der 23. und 25. Minute den vorzeitigen Knockout versetzte. Die beiden anderen Treffer erzielte Robert Mainka. Oberliga Westfalen SV Lippstadt - SpVg Emsdetten 4:1 (2:0)Die Platzherren schienen sich ihrer Sache ziemlich sicher zu sein und gingen die Aufgabe gegen den bis dahin auswärts noch ungeschlagenen Tabellenzwölften leicht lässig an. Nach einem Fehlpass von Ivicevic verhinderte Torhüter Mandic gegen den durchgebrochenen Goalgetter Böwing-Schmalenbrock einen möglichen frühen Rückstand. Derselbe Spieler scheiterte in der 18. Minute mit einem Distanzschuss nur knapp. Doch danach fingen sich die SVer und machten nun ihrerseits Druck. Kapitän Neumann hatte in der 20. Minute das 1:0 auf dem Fuß, aber er vergab freistehend aus elf Metern. Da hatte Rodrigo Martins mehr Glück: Aus dem Gewühl heraus erzielte der Brasilianer nach einer von Dennis Hustadt verlängerten Ecke die Lippstädter Führung. Der Jubel war kaum verstummt, als es 90 Sekunden später plötzlich 2:0 stand. Erneut hatte Rodrigo Martins abgezogen. Sein Schuss wurde zwar vom Emsdettener Leifken abgefälscht, das hinderte den 28-jährigen Ballzauberer aber nicht daran, sich als Doppeltorschützen feiern zu lassen.
In der Pause blieb Tore Gersch verletzt in der Kabine, auch Dennis Hustadt musste kurz vor Schluss humpelnd raus. An der starken Vorstellung der Platzherren änderte sich nach dem Wechsel nichts. Die Lippstädter marschierten weiter und erhöhten in der 53. Minute nach schöner Vorarbeit von Issa Issa durch Robert Mainka auf 3:0.
Im Gefühl des sicheren Vorsprungs ließen es die Schwarz-Roten danach ruhiger angehen. Die stets bemühten Gäste kamen jetzt zwangsläufig besser ins Spiel. Celik verkürzte in der 68. Minute auf 1:3. Sieben Minuten später zischte ein Schuss von Böwing-Schmalenbrock nur um Millimeter am Pfosten vorbei. In dieser Phase besaß der SV nur noch Konterchancen. Den fünften Heimsieg brachte das Team schließlich locker unter Dach und Fach. Wiederum Robert Mainka war in der 79. Minute mit dem 4:1 zur Stelle. Damit schraubten Neumann und Co. ihre Waldschlößchen-Bilanz auf 15 Punkte und 15:3 Tore.
SV Lippstadt:
Mandic - Rasic, Gersch (46. Rössler), S. Dyballa, Ivicevic, Neumann, M. Dyballa, Hustadt (87. Reckordt), Issa, Mainka, Martins (83. da Costa)
SpVg Emsdetten:
Potthoff - Gieseler, Aslantas (60. Meinigmann), Leifken, Kol, Böwing-Schmalenbrock, Günner (79. Taurino), Celik, Logermann (60. Cingoz), Ridder, Scholtz
Tore:
1:0 (23.) Martins, 2:0 (25.) Martins,
3:0 (53.) Mainka, 3:1 (68.) Celik, 4:1 (79.) Mainka
Zuschauer:
550
Schiedsrichter:
Gropengießer (Hemer)

 

Quelle: www.derpatriot.de vom 21.10.2006

Hustadt erlöst den SV 08

„Was soll den ein 4- oder 5:1. Ich mache halt eben immer die wichtigen Tore“, grinste Mittelfeldspieler Dennis Hustadt gestern nach dem Spiel gegen Erkenschwick und freute sich wie ein Lausbube. Dazu hatte er auch allen Grund, denn seine beiden späten Treffer in der 76. und 83. Minute ließen die SVler am Ende doch noch jubeln.

Damit war der vierte Heim- und dritte Sieg in Folge perfekt. Doch gegen eine kämpferisch starke Erkenschwicker Mannschaft hatten die SVler über weite Strecken ganz große Schwierigkeiten sich durchzusetzen. „Das war das schlechteste Heimspiel, seitdem ich wieder hier bin“, gestand auch Trainer Heinz Knüwe bei der anschließenden Pressekonferenz und kritisierte vor allem die Einstellung seiner Mannschaft. Gleichzeitig lobte er sie dann aber auch wieder dafür, dass sie den Siegeswillen nie verloren habe. Nachdem der SV Lippstadt gegenüber zwei Fans, die sich vor vier Wochen beim Spiel in Gütersloh angeblich nicht korrekt verhalten hatten, ein Stadionverbot ausgesprochen hatte, zeigten sich die SVler aus dem Fanblock gestern nun solidarisch. Dieser Fanblock blieb in den ersten 30 Minuten leer und leise. Da war kaum was los im weiten Rund des Waldschlößchens. Mit den Gesängen: „Fußballfans sind keine Verbrecher“ kehrten die Anhänger dann nach einer halben Stunde auf „ihren“ Platz unter der Tribüne zurück.

Irgendwie war die Stimmung gestern auf dem Waldschlößchen merkwürdig. Einerseits fehlte zunächst die lautstarke Unterstützung, auf der anderen Seite kamen die SVler überhaupt nicht richtig ins Spiel. Das Umschalten von Abwehr auf Angriff dauerte viel zu lange, im Mittelfeld wurden nur wenige Ideen produziert, die Außen hingen vernachlässigt in der Luft und insgesamt wirkte Erkenschwick viel beweglicher und aggressiver. „Da war kein Feuer drin. Wir haben uns nicht genug gewehrt, da erwarte ich ganz anderen Einsatz“, analysierte Trainer Heinz Knüwe.
Nur gut, dass die Abwehr stets im Bilde war und keine großen Chancen der Gäste zuließ. Und als Martin Setzke in der 33. Minute einmal durch war, verhinderte Torwart Mandic mit einer tollen Parade den Rückstand.
Nach der Pause steigerten sich die SVler. Doch Robert Mainka oder Rodrigo Martins, der es mit einem Fallrückzieher versuchte, scheiterten. Aber da war ja noch Dennis Hustadt: Nach einem Freistoß reagierte er blitzschnell und schoß zum 1:0 ein (76.). Dann trat Issa zum Freistoß an und wieder war Dennis Hustadt zur Stelle (83.).

Quelle: DER PATRIOT, 02.10.2006

 

Toll gespielt, 4:0 gewonnen

Na bitte, der SV Lippstadt 08 feierte gestern beim klaren und verdienten 4:0-Erfolg auf dem holprigen Kunstrasenplatz in Oestrich/Iserlohn den ersten Auswärtssieg in dieser Saison.

Irgendwann musste es ja einmal klappen, zumal die Mannschaft von Trainer Heinz Knüwe in den letzten Spielen einen deutlichen Aufwärtstrend zu verzeichnen hatte. Und die Art und Weise, wie gestern dieses 4:0 zustande kam, war klasse. Denn die SVler waren sowohl in kämpferischer als auch in spielerischer Hinsicht klar besser als die Gastgeber und nutzten diesmal endlich auch ihre Torchancen konsequent aus. Unter dem Strich hätte der Sieg vielleicht sogar noch höher ausfallen können, aber gegen Oestrich/Iserlohn muss man auch erst einmal vier Tore erzielen.

Das ist Preußen Münster beim 1:1 oder auch dem FC Gütersloh beim 0:0 gegen diesen Gegner zuvor nicht gelungen. Deshalb waren gestern Abend alle SVler rundum zufrieden und traten völlig entspannt die Heimreise an. „Wichtig ist jetzt, dass wir die Konzentration hoch halten. Wenn wir am nächsten Sonntag im Heimspiel gegen Erkenschwick aber wieder so eine gute Leistung abrufen können, ja dann bleiben die Punkte auch dann in Lippstadt“, freute sich Sportleiter Franz-Josef Günther zusammen mit der Mannschaft und den Fans.

Die Zuschauer sahen in den ersten 30 Minuten ein ungemein flottes Spiel, weil beide Mannschaften volles Tempo gingen und eine frühe Entscheidung suchten. Da kam dem SV Lippstadt 08 natürlich das schnelle 1:0 schon in der vierten Minute entgegen. Ivica Ivicevic haute einen Freistoß in bekannter Manier flach unten ins gegnerische Tor. Das Spiel des SV Lippstadt war fortan geprägt von spielerischer Qualität und wurde mit dem 2:0 durch Pepe Neumann in der 40. Minute belohnt. Volley drosch er das Leder aus gut 20 Metern in den Winkel. Ein Klasse-Tor.
Danach wurde die Partie etwas ruhiger, stand aber immer noch auf hohem Niveau. Auffällig war, dass die SVler fast jeden Kopfball gewannen und Sven Dyballa, Pepe Neumann und Ivica Ivicevic sehr präsent auftraten und nichts anbrennen ließen.
Nach einem Querpass von Issa hätte Mainka gleich nach dem Seitenwechsel das 3:0 machen können, er schoss jedoch am leeren Tor vorbei. Aber die SVler zeigten weiter Moral, sie bauten sich gegenseitig auf und durften dann in der 71. Minute nach einer guten spielerischen Aktion das 3:0 durch Rodrigo Martins bejubeln. Zwei Minuten später erzielte er nach einem Konter noch das 4:0. So kann es ruhig weitergehen.

Quelle: DER PATRIOT, 24.09.2006

Freitag, 22. September 2006 - 10:31 - (RS)

SF OESTRICH: Ruhnert bastelt an Traumerfüllung

Seit nunmehr fünf Partien ist der Aufsteiger aus Oestrich mittlerweile ungeschlagen. Lediglich der Auftakt gegen den VfB Hüls wurde mit 0:3 in den Sand gesetzt, danach ausschließlich gepunktet. "Wir sind sehr glücklich, denn wir haben bisher mehr erreicht, als wir erwartet hatten", leuchten die Augen von Oliver Ruhnert. Der Sportfreunde-Trainer lacht: "Besonders vor dem Hintergrund des Hammer-Auftaktes ist es kaum hoch genug zu bewerten, dass wir uns so prächtig aus der Affäre gezogen haben."

Der Coach, der personell derzeit aus dem Vollen schöpfen kann, hat einen Qualitätssprung in seiner Elf ausgemacht. "Man kann sehr viel auf den Lerneffekt schieben. Wir haben gegen Hüls direkt einen auf den Deckel bekommen, weil wir allerfeinsten Verbandsliga-Fußball gezeigt haben", resümiert Ruhnert und schiebt erklärend nach: "Wir haben ohne Absicherung nach hinten agiert, sind alle kopflos nach vorne gestürmt. Aber das haben wir nun abgestellt. Wir zeigen uns kämpferisch und spielerisch stark verbessert."

Doch der Linienchef weiß trotz der herrschenden Euphorie das derzeitige Hoch einzuschätzen. "Die Punkte, die wir haben, sind Zähler, die wir am Ende dringend benötigen werden. Denn die Liga scheint unheimlich ausgeglichen zu sein. Es wird schwer genug, drei Teams hinter sich zu lassen." Der Aufstieg hat sich für den Club dennoch mehr als gelohnt. "Es ist ein anderes Niveau", schwärmt Ruhnert. "Das Tempo ist viel höher. Wir sind es gewohnt, die agierende Mannschaft zu sein. Jetzt müssen wir zwangsläufig den passiveren Part übernehmen. Wir leben momentan von der Geschlossenheit. Wenn wir vorne unsere Chancen nutzen, passt es insgesamt sehr gut." Das muss es auch, um am Sonntag gegen den SV Lippstadt (17.30 Uhr) zu bestehen. Ruhnert, der den Kontrahenten zwei Mal unter die Lupe nahm, richtet sich auf ein schweres Stück Arbeit ein: "Die sind sehr stark in der Offensive, werden in dieser Saison keine Probleme bekommen." Besonders Issa Issa, Robert Mainka und Rodrigo Martins haben es Ruhnert angetan. "Diese drei Spieler verdienen mit Sicherheit ein besonderes Augenmerk, aber wir wollen und werden die eigenen Stärken in die Waagschale werfen und dem Match unseren Stempel aufdrücken. Wenn wir den Dreier holen, dann haben wir uns erst einmal von unten abgesetzt und einen Traum erfüllt."

 

4:1 Issas Wahnsinnstor reißt Fans von den Sitzen . SV 08 übt gegen Hamm ungemein viel Druck aus und gewinnt total verdient.Rote Karte direkt nach der Einwechselung. Pfosten und Latte stehen im Weg.

LIPPSTADT Wahnsinn was sich gestern Abend beim deutlichen 4:1-Heimsieg des SV Lippstadt gegen den Hammer SV auf dem Waldschlößchen abspielte, werden die etwa 1 000 Zuschauer so schnell nicht vergessen. Rassige Zweikämpfe, tolle Kombinationen, engagierte Spieler und fünf Tore, die man auch nicht alle Tage sieht. Den schönsten Treffer erzielte dabei der trickreiche und ballgewandte Issa Issa vom SV 08: In der 30. Minute erkämpfte er sich kurz hinter der Mittellinie den Ball, tanzte zunächst einen, dann zwei, dann sogar drei Hammer aus, schaute, und schlenzte das Leder überlegt ins Tor. Einfach klasse das Waldschlößchen tobte. Weil die SVer dann auch nach dem Seitenwechsel drückend überlegen waren, noch zwei Pfosten- und einen Lattenkracher zu verzeichnen hatte, war das 4:1 total verdient.



Oberliga Westfalen
SV Lippstadt 08 - Hammer SV 4:1 (2:1)


Die SVer wurden allerdings erst durch das vermeidbare 0:1 (17.) aufgeweckt. Hrubesch konnte ungehindert von der rechten Seite flanken und Werner wurde beim Kopfball auch nicht energisch genug angegriffen.
Doch dann ging die SV-Post ab. Als Martins von Kunze im Strafraum gefoult wurde, verwandelte Issa den Elfer eiskalt (25.). Dann fiel das Zaubertor zum 2:1. Der SV wurde immer stärker. Martins oder Marc Dyballa mit einem Lattentreffer hatten Pech.
Kaum war der für Veith eingewechselt Döbber auf dem Platz, zog er nach zwei Minuten (54.) gegen Martins die Notbremse und sah folgerichtig die Rote Karte. Der Druck nahm zu. Hustadt und Martins trafen aber nur den Pfosten (57. und 70.), Martins drosch das Leder an die Latte (74.). Und so mussten die Fans bis zur 80. Minute warten, ehe Martins mit seinem ersten Tor für den SV das vorentscheidende 3:1 machte. Unter tosendem Beifall wurde er dann ausgewechselt. Auf Vorlage von Hustadt erzielte Mainka dann das 4:1 (82.)

SV Lippstadt: Mandic - Rasic, Ivicevic, Sven Dyballa - Neumann, Hustadt (70. Schulte), Gersch, Marc Dyballa (77. Reckordt) - Issa, Mainka, Martins (84. Eickel) Hammer SV: Gilic - Degelmann, Konerding, Aktas - Kunze, Veith (52. Döbber), Werner (67. Placzek), Gruszka, Hrubesch, Courtoglou - Heinze Tore: 0:1 Werner (17.); 1:1 Issa verwandelt einen von Kunze an Martins verursachten Foulelfmeter (25.); 2:1 Issa (30.); 3:1 Martins (80.); 4:1 Mainka (82.) Zuschauer: 1 000 Schiedsrichter: Dominik Nowak aus Kirchhellen Rote Karte: Döbber nach Notbremse an Martins (54.)
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Quelle: www.derpatriot.de vom 17.09.2006

 

Pressemitteilung vom 11.08.2006
Ein 'Hauch' Amoroso 'Am Waldschlösschen'
SV 08 verpflichtet Brasilianer Rodrigo Martins

Der SV Lippstadt 08 vermeldet mit dem Brasilianer Rodrigo Martins eine weitere Verstärkung für die am Sonntag startende Oberliga Meisterschaftssaison 2006/2007. Rodrigo Martins ist 28 Jahre alt und spielte zuletzt für den Bonner SC. Der 'Linksfuß' ist sowohl im offensiven Mittelfeld als auch im Angriff einsetzbar.

„Heinz Knüwe und ich sind einer Meinung, in Rodrigo Martins den Offensivspieler gefunden zu haben, der uns in der Tat noch dringend fehlte.“, so Vize-Präsident und sportlicher Leiter Franz-Josef Günther. „Ausschlaggebend waren mit Sicherheit nicht, dass Rodrigo ein Cousin von Marcio Amoroso ist und als einziger unserer Spieler eine eigene Website (www.rodrigo-martins.com) besitzt, sondern seine technischen Fähigkeiten und die Gabe ein Spiel 'lesen' zu können, respektive im entscheidenden Moment an der richtigen Stelle zu sein. Gerade für unsere Fans und Zuschauer ist die Verpflichtung von Rodrigo Martins mit Sicherheit ein attraktives 'Schmankerl'.“, ergänzt Günther mit einem leichten Augenzwinkern.

 

Quelle: http://www.svlippstadt08.de